Selbstbestimmt zu Hause leben: 24-Stunden-Betreuung in Hannover und Umgebung

Messe ALTENPFLEGE Hannover 2018

Für viele ältere Menschen ist das eigene Zuhause weit mehr als nur ein Wohnort. Hier befinden sich vertraute Erinnerungen, persönliche Gegenstände und oft auch ein über viele Jahre gewachsenes soziales Umfeld. Wenn alltägliche Aufgaben zunehmend schwerfallen, steht deshalb nicht automatisch ein Umzug in eine Pflegeeinrichtung an. Eine Betreuung im eigenen Zuhause kann dazu beitragen, Sicherheit und Lebensqualität zu erhalten – auch bei einem höheren Unterstützungsbedarf.

Gerade in Hannover und den umliegenden Städten suchen viele Familien nach einer Lösung, die verlässliche Hilfe mit möglichst viel Selbstbestimmung verbindet. Die sogenannte 24-Stunden-Betreuung kann dabei eine Möglichkeit sein.

Warum die vertraute Umgebung so wichtig ist

Mit zunehmendem Alter gewinnen feste Abläufe und bekannte Orte häufig an Bedeutung. Der Blick aus dem vertrauten Fenster, das Gespräch mit den Nachbarn oder der Spaziergang durch das eigene Viertel geben Orientierung. Das gilt in ruhigen Wohnlagen wie Kirchrode oder Bothfeld ebenso wie in List, Linden, Südstadt oder Herrenhausen. Einen Überblick über die unterschiedlichen Wohnlagen bieten die Informationen zu Hannovers Stadtteilen.

Eine Betreuungskraft, die mit im Haushalt lebt, kann dazu beitragen, diese gewohnte Lebensführung so lange wie möglich aufrechtzuerhalten. Statt sich vollständig an die Abläufe einer Einrichtung anpassen zu müssen, kann der Tagesrhythmus stärker nach den persönlichen Vorlieben gestaltet werden. Wann wird aufgestanden? Was kommt auf den Tisch? Ist am Nachmittag ein Spaziergang geplant? Solche scheinbar kleinen Entscheidungen sind ein wichtiger Bestandteil eines selbstbestimmten Lebens.

Was bedeutet 24-Stunden-Betreuung eigentlich?

Der Begriff „24-Stunden-Betreuung“ hat sich im allgemeinen Sprachgebrauch etabliert, kann jedoch missverstanden werden. Er bedeutet nicht, dass eine einzelne Betreuungsperson rund um die Uhr arbeitet oder jederzeit einsatzbereit sein muss. Auch für im Haushalt lebende Betreuungskräfte gelten Arbeitszeiten, Pausen und ausreichende Ruhephasen.

Gemeint ist vielmehr, dass die Betreuungsperson mit der hilfebedürftigen Person unter einem Dach lebt und dadurch im Alltag regelmäßig ansprechbar ist. Sie kann unter anderem beim Ankleiden, bei der Körperpflege, beim Kochen, Einkaufen und bei der Haushaltsführung unterstützen. Ebenso wichtig sind gemeinsame Gespräche, Spaziergänge, Gesellschaftsspiele oder die Begleitung zu Terminen.

Medizinische Behandlungspflege gehört dagegen grundsätzlich nicht zu den Aufgaben einer Betreuungskraft. Tätigkeiten wie das Verabreichen von Medikamenten, das Wechseln von Verbänden oder das Setzen von Spritzen sollten entsprechend qualifizierte Pflegefachkräfte übernehmen. Deshalb wird die Betreuung in häuslicher Gemeinschaft bei Bedarf mit einem ambulanten Pflegedienst kombiniert. Eine erste Orientierung bietet der Überblick über Pflegedienste in Hannover.

Unterstützung im Alltag – mitten in Hannover

Wie die Betreuung konkret aussieht, hängt von der persönlichen Situation ab. Manche Seniorinnen und Senioren benötigen vor allem Unterstützung bei der Haushaltsführung und wünschen sich mehr Gesellschaft. Andere brauchen Hilfe beim Aufstehen, Waschen oder Anziehen. Auch eine beginnende Demenz, eingeschränkte Mobilität oder Unsicherheit nach einem Krankenhausaufenthalt können Gründe sein, über eine Betreuung zu Hause nachzudenken.

Der regionale Bezug spielt dabei eine wichtige Rolle. Eine Betreuungskraft kann beispielsweise zu Arztterminen begleiten, Einkäufe im Wohnviertel erledigen oder gemeinsame Ausflüge organisieren. Je nach Mobilität sind Spaziergänge entlang des Maschsees, in der Eilenriede oder im nahe gelegenen Park möglich. Dadurch bleibt die betreute Person nicht nur in ihrem Zuhause, sondern möglichst auch Teil ihres gewohnten gesellschaftlichen Lebens.

Das Modell kommt nicht allein im Stadtgebiet infrage. Auch Familien in Langenhagen, Garbsen, Laatzen, Seelze, Burgdorf, Lehrte, Wunstorf oder Barsinghausen können eine Betreuung in häuslicher Gemeinschaft organisieren. Gerade im Umland, wo Wege zu Versorgungsangeboten mitunter länger sind, kann eine im Haushalt lebende Betreuungsperson eine spürbare Entlastung schaffen.

Eine Lösung für die ganze Familie

Pflegebedürftigkeit betrifft selten nur eine einzelne Person. Häufig übernehmen Angehörige über Monate oder Jahre hinweg Einkäufe, Haushaltsaufgaben, Arztfahrten und persönliche Betreuung. Besonders belastend wird es, wenn die Angehörigen berufstätig sind, selbst Kinder versorgen oder nicht in Hannover wohnen.

Eine Betreuungskraft kann diese Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen. Angehörige müssen sich dadurch nicht aus dem Familienleben zurückziehen. Im Gegenteil: Wenn organisatorische und körperlich anstrengende Aufgaben teilweise übernommen werden, bleibt oft wieder mehr Zeit für gemeinsame Gespräche und persönliche Nähe.

Wichtig ist, alle Beteiligten frühzeitig in die Entscheidung einzubeziehen. Die betreute Person sollte sich mit dem Modell wohlfühlen und bereit sein, den eigenen Haushalt mit einer zunächst fremden Person zu teilen. Außerdem benötigt die Betreuungskraft ein eigenes Zimmer und angemessene Rückzugsmöglichkeiten.

Worauf Familien bei der Auswahl achten sollten

Vor einer Entscheidung sollte der tatsächliche Betreuungsbedarf möglichst genau erfasst werden. Hilfreich ist eine ehrliche Bestandsaufnahme: Welche Aufgaben fallen täglich an? Gibt es regelmäßigen Hilfebedarf in der Nacht? Bestehen gesundheitliche Einschränkungen oder besondere Anforderungen an die Kommunikation?

Bei der Auswahl eines Anbieters sind transparente Verträge und Kosten, ein rechtssicheres Beschäftigungsmodell sowie klar geregelte Arbeits- und Ruhezeiten entscheidend. Auch die Deutschkenntnisse, Erfahrungen und persönlichen Eigenschaften der Betreuungskraft sollten zur jeweiligen Situation passen. Ebenso wichtig sind erreichbare Ansprechpartner und eine verlässliche Vertretung, falls die Betreuungskraft ausfällt oder wechselt.

Anbieter wie Linara beraten Familien zur Organisation einer passenden 24-Stunden-Pflege in Hannover und unterstützen bei der Auswahl sowie der Anreise einer geeigneten Betreuungsperson.

Finanzierung und Beratung frühzeitig klären

Die Kosten hängen unter anderem vom Betreuungsumfang, den Sprachkenntnissen der Betreuungskraft und dem gewählten Beschäftigungsmodell ab. Bei einem anerkannten Pflegegrad können bestimmte Leistungen der Pflegeversicherung zur Finanzierung der Versorgung zu Hause eingesetzt werden. Welche Leistungen im Einzelfall verfügbar sind, sollte vor Vertragsabschluss individuell mit der Pflegekasse oder einer unabhängigen Beratungsstelle geklärt werden.

In der Region Hannover bieten die Senioren- und Pflegestützpunkte eine neutrale und kostenlose Beratung zu Pflegeleistungen, Anträgen und örtlichen Unterstützungsangeboten an.

Selbstbestimmung mit der richtigen Unterstützung bewahren

Eine 24-Stunden-Betreuung kann älteren Menschen ermöglichen, trotz wachsender Einschränkungen in der vertrauten Umgebung zu bleiben. Sie verbindet praktische Alltagshilfe mit persönlicher Gesellschaft und kann zugleich Angehörige deutlich entlasten. Entscheidend ist jedoch, dass der Bedarf sorgfältig geprüft, die Betreuung rechtssicher organisiert und bei Bedarf durch einen ambulanten Pflegedienst ergänzt wird.

So entsteht eine individuelle Versorgung, die nicht nur auf notwendige Hilfe ausgerichtet ist, sondern auch auf das, was im Alter besonders wertvoll bleibt: Sicherheit, Würde und möglichst viel Selbstbestimmung.

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